„Dä Jung“ ist in Antwerpen

Am Dienstag ging es los nach Antwerpen. Zum zweitgrößten Seehafen Europas. Ein riesiges Gebiet von 152 km². Da muss man schon ein bisschen suchen, um sein Terminal zu finden. Von dort aus wird mein Ford Ranger, den ich kölsch den „Jung“ nenne, verschifft. Nach Halifax, Nova Scotia – Kanada.

Die letzte Woche wurde rund um die Uhr gepackt, letzte Dinge in Auto und Kabine geschraubt, Fehlendes gekauft und Organisatorische geregelt.

Leider hatte ich eins vergessen. Die grüne Versicherungskarte. Da die deutsche Kfz-Versicherung nur in Europa gilt, aber in keiner Weise in Amerika, ist auch eigentlich kein solcher Versicherungsnachweis notwendig. Aber in der Beschreibung der Agentur Seabridge stand es drin. Und ich hab’s erst gesehen, als ich mir noch mal durchgelesen habe, wie der Ablauf im Hafen ist. Also musste ich morgens noch beim Versicherungsbüro vorbei.

Nach wenig Schlaf stand ich früh im dem Büro. Allerdings lief der zentrale Rechner der Versicherung nicht und man kam nicht ins System. Es konnte auch nichts gedruckt werden. Auf die Frage, wann ich die Karte brauchen würde, habe ich nur blöd geguckt…

Also bin ich erst zur Tanke, dann war’s 10 Uhr und die grüne Karte endlich da. Eigentlich wollte ich um 10 schon im Hafen sein, weil man angeblich bis 11 Uhr da sein müsste. An anderer Stelle stand allerdings, dass er bis 16 Uhr geöffnet sei. Das müsste also noch passen. Unterwegs habe ich gemerkt, dass ich die ganze Kladde mit allen Infos von Seabridge zuhause gelassen habe. War wohl doch zu wenig Schlaf, die letzten Tage. Dann lud mein Handy nicht. Das lag am neuen Adapter, den ich Samstag erst gekauft hatte. Damit war’s dann vorbei mit Navi. Habe mich einmal verfahren und sonst alles mit Schildern und Erinnerung vom Lesen in der Nacht gemacht. Bin aber gegen 14 Uhr am Terminal angekommen. Die Abfertigung war dann recht einfach, nur wiegen und Außenmaße messen. Seltsamerweise ohne Zoll oder sonstige Prüfung. Um 15 Uhr war ich dann fertig.

Dä Jung steht nun auf dem riesigen, riesigen Gelände. Nicht abgeschlossen, der Schlüssel hängt an einem neongelben Band im offenen Auto. Urghhh.

Aber immerhin ist das geschafft! Nun muss er noch heile ankommen und keiner der Hafenarbeiter Interesse an meinen Werkzeugen, Ersatzteilen, Reiseführern, Wander- und Campingzeug haben, das im Fahrerhaus zugänglich ist. Die Wohnkabine ist zum Glück separat abgeschlossen. Am 14. Juni legt das Frachtschiff ab und braucht dann zwei Wochen bis nach Halifax.

Mit dem Taxi ging es anschließend die 25 km am Hafen vorbei, zurück in die Stadt.

Die grüne Karte habe ich übrigens gar nicht gebraucht…

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