The Tidal Bore – Die Gezeitenwelle

Mein Laptop ist wieder da! Vier Monate hat die Odyssey gedauert, die Nerven von 5 Menschen wurden dafür verschlissen und ich bin um 600 graue Haare reicher. Aber die Daten sind noch drauf und somit auch das fertig geschnittene Video von meinem allerersten Ausflug in Kanada, was ich nicht mehr hochladen konnte, als mein Display einen Tag später den Geist aufgegeben hat.

Nach dem ich den Jung wohlbehalten aus dem Zollhafen in Halifax geholt hatte, bin ich sofort losgefahren um Nova Scotia zu erkunden. Am 1. Juli 2018 war ich dann an der Bay of Fundy und habe die einmalige Küstenlandschaft und die enormen Wechsel der Gezeiten bestaunt.

Die Bay of Fundy im Osten Kanadas ist der Ort mit dem größten Tidenhub weltweit, also dem Unterschied zwischen Ebbe und Flut. Er beträgt hier zwischen unglaublichen 12 und 21 Metern. Zum Vergleich: An der deutschen Nordseeküste sind es „nur“ 2 bis 3 m und im Trichter der Elbe etwa 4 m. Durch die extrem starken Tidenwechsel sieht auch die Landschaft zu jeder Tageszeit anders aus. Alleine das Reinkommen der Flut ist der Hammer und ist teils schneller, als man gehen kann. Schon im Wattenmeer der Nordsee ist das ja spannend zu beobachten. Aber wenn man hier an den richtigen Stellen ist, geht es um ein Vielfaches schneller.

Verursacht wird das dadurch, dass die Bay of Fundy ein langer Trichter ist, in den die Flut immer schneller und höher hineindrückt. In den angrenzenden Flüssen verstärkt die sich der Effekt noch mehr und führt zu einer Tidal Bore, einer Gezeitenwelle, die dann zweimal täglich flussaufwärts fließt. Zu sehen im St Croix River bei Brooklyn / Nova Scotia. Hier mein erster Video-Blog aus dem Juli ’18, der so lange auf dem Rechner schlummern musste:

vergleich ebbe flut st. croix river

Auf der ganzen Welt sind nur 67 Orte bekannt, an denen dieses Naturphänomen auftritt, da es einen außergewöhnlich starken Tidenhub und eine besondere Geographie von Meeresboden und Küstenverlauf benötigt.

Die Bay of Fundy ist 220 km lang, trichterförmig und mit einem flach ansteigenden Meeresboden und hat damit die idealen Bedingungen für eine Gezeitenwelle.

An der Küste der Bucht selber habe ich in Mutton Cove dann auch die Drohne ausprobiert. Dabei ist bei Ebbe dieses Video entstanden, das ich letztes Jahr schon hochgeladen habe.

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